Jom Kippur durch die Augen der Assimilierten.

Jom Kippur hat als bedeutender religiöser Tag schon immer eine starke Wirkung auf religiöse und praktizierende Juden gehabt. Auch säkulare Juden wurden immer wieder von diesem Feiertag beeinflusst und er war ein wiederkehrendes Thema in der Literatur vieler assimilierter Juden in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. Ob es ihre Kindheitserinnerungen an diesen Tag waren, als sie noch in religiösen Häusern lebten, ihre Reisen, die sie in den Osten unternahmen, wo die ‚Ostjuden‘ noch das Bild der alten Tradition trugen, oder ihre persönlichen Erfahrungen und Gefühle als säkulare Juden angesichts dieses heiligen Tages: Ihre Schriften über Jom Kippur sind ein faszinierendes Dokument aus einer Zeit, in der Juden – auch wenn sie sich selbst nicht als solche sahen – mit ihrer Herkunft konfrontiert wurden. Einige dieser Schriften, die wir in unserer Bibliothek aufbewahren, werden hier vorgestellt, um die komplexe Beziehung, die assimilierte Juden zu ihrer Identität hatten sowie die historischen Zeugnisse einer vergessenen Zeit zu beleuchten.

Pauline Wengeroff – Memorien einer Grossmutter. M. Poppelauer Verlag. Berlin, 1913.

Pauline Wengeroff (1833-1916) war eine jüdisch-russische Schriftstellerin und Philanthropin. Geboren in Babrujsk im Russischen Reich als Pessele Epstein war sie die Autorin der ersten modernen Memoiren einer jüdischen Frau. Darin reflektierte sie über die Entstehung und Entfaltung der jüdischen Moderne im Russisch-Polen des neunzehnten Jahrhunderts. Ihr zu Unrecht vergessenes Buch „Erinnerungen einer Großmutter“ ist die einzige Autobiografie, die von einer Frau in der Zeit der Haskalah (jüdische Aufklärung) geschrieben wurde, und ihre Erinnerungen an Jom Kippur im ihrem Elternhaus sind ein einzigartiges Zeugnis und historisches Dokument:

Mit ehrfurchtsvollem Schauer gedenke ich noch heute des Erew-Jomkippur (des Vorabends des Versöhnungstages) in unserem väterlichen Hause, da unsere frommen Eltern alle Sorgen um die weltlichen Dinge vergaßen und nur im Gebete lebten. Schon als der Vortag dämmerte, rüstete man sich, um Kapores zu schlagen. Jeder Mann nahm einen Hahn, jedes Weib nahm eine Henne, man hielt dieselben bei den Füßen, man betete ein eigens dazu bestimmtes Gebet. Am Ende schwingt der Beter dreimal das Geflügel um seinen Kopf und wirft es dann von sich; dieses Geflügel wird geschlachtet und gegessen.
Auch die Herstellung des Jaum-Kippur-Lichtes war eine heilige Pflicht. Schon ganz früh am Erew-Jomkippur kam die alte Gabete Sara (Gabete nannte man alte Frauen, deren selbst gestellte Lebensaufgabe es ist, fromme Werke zu unternehmen für Kranke, Arme und eben Verstorbene) mit einem ganzen Packet Tchines — kleine Gebetbücher nur für Frauen in jüdisch -deutsch geschrieben — und einem ungeheuer großen Knäuel Dochtfaden und einem großen Stück Wachs. . Meine Mutter pflegte vorher nichts zu essen, bis das Licht fertig war, denn mit nüchternem Magen ist jeder Mensch geneigter zu weinen, und sein Gemüt ist weicher. Meine Mutter und die obengenannte Sara fingen die Arbeit damit an, daß sie viele Tchines ans dem Packete unter heftigem Weinen sagten; dann erst nahm man den Knäuel Docht zur Hand, Sara legte ihn in ihre Schürze, stellte sich gegen die Mutter in einer Entfernung von einem Meter ungefähr, gab das Ende des Fadens vom Knäuel meiner Mutter und zog ihn auch zu sich. Nun fing meine Mutter mit
weinender Stimme an, die Namen aller ihrer verstorbenen Familienmitglieder zu nennen und erinnerte dabei an ihre guten Taten, und für jeden wurde ein Faden vom Döchtfadenknäuel weiter gezogen, bis alle erwähnt waren und ein gehörig dickerDocht entstand. Auf solche Art wurde auch aller lebenden Familienmitglieder gedacht. Es war auch Sitte, wenn jemand sehr gefährlich krank wurde, den Friedhof mit dem Dochtfaden nach allen vier Enden abzumessen und dann diesen Faden zum Docht für Wachskerzen zum Jom-Kippur zu gebrauchen.
Den halben Tag verbrachte man noch munter, aber schon in feierlicher Stimmung; man ass nach Vorschrift viel Obst und betete hundert Broches (Segenssprüche). Dann ging es ans Baden und Waschen. Man kleidete sich in weiß, um gleichsam rein und würdig vor den ewigen Richter zu treten. Beim Vorabendgebet (Minche) muß man sich schon 35mal an die Brust schlagen, wobei die-Tränen reichlich fließen. Die Männer ließen sich noch vom Synagogendiener die sogenannten Malkes auf den Rücken schlagen. Ich erinnere mich, daß sie alle mit rotgeweinten Augen aus der Synagoge kamen, und das rechtzeitig gerichtete Abendmahl wurde in stummer Feierlichkeit genommen. Die jungen Leute und wir Kinder waren erfüllt von einer bangen Erwartung; alle schwiegen unter dem Druck von etwas Unsagbarem und Schwerem.
Joseph Roth – Juden auf Wanderschaft. Die Schmiede Verlag. Berlin, 1927.

Eine sehr beliebte Buchgattung im 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren die Reisebücher. Diese Bücher, die ursprünglich dazu gedacht waren, dem Leser die Welt zu zeigen und zu entdecken, waren im Fall der assimilierten Juden auch ein Mittel der ‚Heimkehr‘ oder einer inneren Reise der Selbstentdeckung wie im berühmten Fall von Joseph Roths „Juden auf Wanderschaft“. Roth, der 1894 in Brody im Habsburger Reich geboren wurde, hatte immer eine starke Bindung an seine ostjüdischen Wurzeln. In seinem Vorwort antwortet er auf die Frage, für wen sein Buch bestimmt sei folgendermassen: „Der Verfasser hegt die törichte Hoffnung, daß es noch Leser gibt, vor denen man die Ostjuden nicht zu verteidigen braucht; Leser, die Achtung haben vor Schmerz, menschlicher Größe und vor dem Schmutz, der überall das Leid begleitet; Westeuropäer, die auf ihre sauberen Matrazen nicht stolz sind; die fühlen, daß sie vom Osten viel zu empfangen hätten und die vielleicht wissen, daß aus Galizien, Rußland, Litauen, Rumänien große Menschen und große Ideen kommen…“ Seine Beschreibung des Jom-Kippur-Abends ist die des spirituellen Sieges über das Irdische, voller lebhafter Bilder, Sehnsucht nach seinem Geburtsort sowie Mitgefühl:

Er beginnt am Vorabend, um vier Uhr nachmittag. In einer Stadt, deren Einwohner in der überwiegenden Mehrzahl Juden sind, fühlt man das größte aller jüdischen Feste wie ein schweres Gewitter in der Luft , wenn man sich auf hoher See auf einem schwachen Schiff befindet. Die Gassen sind plötzlich dunkel, weil aus allen Fenstern der Kerzenglanz bricht, die Läden eilig und in furchtsamer Hast geschlossen werden — und gleich so unbeschreiblich dicht, daß man glaubt, sie würden erst am jüngsten Tag wieder geöffnet. Es ist ein allgemeiner Abschied von allem Weltlichen: vom Geschäft, von der Freude, von der Natur und vom Essen, von der Straße und von der Familie, von den Freunden, von den Bekannten. Menschen, die vor zwei Stunden noch im alltäglichen Gewand, mit gewöhnlichen Gesichtern herumgingen, eilen
verwandelt durch die Gassen, dem Bethaus entgegen, in schwerer schwarzer Seide und im furchtbaren Weiß ihrer Sterbekleider, in weißen Socken und lockeren Pantoffeln, die Köpfe gesenkt, den Gebetmantel unter dem Arm und die große Stille, die in einer sonst fast orientalisch lauten Stadt hundertfach stark wird, lastet selbst auf den lebhaften Kindern, deren Geschrei in der Musik des Alltagslebens der stärkste Akzent ist. Alle Väter segnen jetzt ihre Kinder. Alle Frauen weinen jetzt vor den silbernen Leuchtern. Alle Freunde umarmen einander. Alle Feinde bitten einander um Vergebung. Der Chor der Engel bläst zum Gerichtstag. Bald schlägt Jehovah das große Buch auf, in dem Sünden, Strafen und Schicksale dieses Jahres verzeichnet sind. Für alle Toten brennen jetzt Lichter. Für alle Lebenden brennen andere. Die Toten sind von dieser Welt, die Lebenden vom Jenseits nur je einen Schritt entfernt. Das große Beten beginnt. Das große Fasten hat schon vor einer Stunde begonnen. Hunderte, tausende, zehntausende Kerzen brennen neben- und hintereinander, beugen sich zueinander, verschmelzen zu großen Flammen. Aus tausend Fenstern bricht das schreiende Gebet, unterbrochen von stillen, weichen, jenseitigen Melodien, dem Gesang der Himmel abgelauscht. Kopf an Kopf stehen in allen Bethäusern die Menschen. Manche werfen sich zu Boden, bleiben lange unten, erheben sich, setzen sich auf Steinfließen und Fußschemel, hocken und springen plötzlich auf, wackeln mit den Oberkörpern, rennen auf kleinem Raum unaufhörlich hin und zurück, wie ekstatische Wachtposten des Gebets, ganze Häuser sind erfüllt von weißen Sterbehemden, von Lebenden, die nicht hier sind, von Toten, die lebendig werden, kein Tropfen netzt die trockenen Lippen und erfrischt die Kehlen, die so viel des Jammers hinausschreien — — nicht in die Welt, in die Überwelt. Sie werden heute nicht essen und morgen auch nicht. Es ist furchtbar, zu wissen, daß in dieser Stadt heute und morgen niemand essen und trinken wird. Alle sind plötzlich Geister geworden, mit den Eigenschaften von Geistern. Jeder kleine Krämer ist ein Übermensch, denn heute will er Gott erreichen. Alle strecken die Hände aus, um Ihn am Zipfel seiner Gewänder zu erfassen. Alle, ohne Unterschied: die Reichen sind so arm, wie die Armen, denn Keiner hat etwas zu essen. Alle sind sündig und alle beten. Es kommt ein Taumel über sie, sie schwanken, sie rasen, sie flüstern, sie tun sich weh, sie singen, rufen, weinen, schwere Tränen rinnen über die alten Bärte und der Hunger ist verschwunden vor dem Schmerz der Seele und der Ewigkeit der Melodien, die das entrückte Ohr vernimmt.
Alfred Döblin – Reise in Polen. S. Fischer Verlag. Berlin, 1926.

Obwohl er es in seinem Buch nicht erwähnt, war Roths Buch auch eine Erwiderung auf ein anderes Reisebuch, das ein Jahr zuvor von einem anderen berühmten assimilierten Juden, Alfred Döblin, veröffentlicht worden war. Im Gegensatz zu Roth nahm Döblin eine distanziertere Haltung gegenüber den Ostjuden ein, die er beobachtete und dann 1926 in seinem Buch „Reise in Polen“ beschrieb (Roths zuvor zitiertes Vorwort scheint an Döblin gerichtet zu sein, und er schrieb sogar eine Rezension zu Döblins Buch in der Frankfurter Zeitung, da er es zu steril fand.) Wie im nächsten Absatz aus Döblins Buch zu sehen ist, ist seine Sicht auf Jom Kippur ganz anders als die von Roth. Die Szene, die sich in Warschau abspielte, beschreibt er fast klaustrophobisch als einen Tumult aus unzähligen Menschen und Lärm:

Rüsttag des jüdischen Versöhnungsfestes. Ich wandere durch die lange Gesiastraße am Vormittag. Noch sind einige Geschäfte offen, die Mehrzahl schließt schon. Es ist ein ungeheures Menschenwogen in der Straße, die Elektrischen überfüllt.[…] Ein Menschenstrom wallt nach der Okopawastraße. Da ist der große Friedhof; eine niedrige rote Mauer umzieht ihn; das Eisentor ist geöffnet. Drin ein Vorplatz mit Bänken, besetzt von Männern, meist mit Kaftan und Käppchen oder Schirmmütze; einzelne rauchen Zigaretten. An der Mauer, an den Stämmen, zwischen den Bäumen stehen Männer, für sich und gruppenweise, halten ein Buch in der Hand, murmeln, summen, schaukeln sich, treten von einem Fuß auf den andern. Schon hier fällt mir das murrende Geräusch auf, das von rechts her, vom Friedhof herüber dringt, vereinzeltes Rufen, sehr lautes, abgerissenes Sprechen, auch Singtöne. Es muß eine große Volksmenge, eine sehr große Menge hier sein; ich sehe sie noch nicht. Es ist wie in der Nähe einer großen Versammlung. Manchmal ist das Singen, Rufen, das allgemeine verworrene Geräusch so stark, daß es wie von einem Jahrmarkt klingt. Der Menschenstrom biegt rechts die Mauer entlang. Da führt der Hauptzug zwischen die Gräber, breit, ein Ehrenweg. Reiche Denkmäler, Marmortafeln, schwarz und weiß, erheben sich hier […]
Da werde ich durch heftiges hohes Frauenschreien erschreckt. Es beginnt und endet, oft sich erneuernd, mit einem langen schmerzlichen Sington. Niemand beachtet es. […] an der Erde liegt ein elegant gekleidetes Fräulein neben einer älteren Frau. Die Frau, ganz geschmiegt, geklammert an den Grabstein unten – ich sehe ihr Gesicht nicht, sie hat ein großes schwarzes Tuch über Kopf und Schulter-, sie schreit, ruft, ruft, stöhnt. Sie ruft, jiddisch: «Vater, unser lieber Vater, du warst so gut, du hast in der Stube bei mir gesessen, die ganzen Jahre, im Laden. Ich bin hier geblieben. Ich bin hier. Hilf mir, daß die Kinder lernen, daß es ihnen gut geht. Das Leben ist schwer. Das Leben ist so schwer, Sara ist hier. Es geht uns nicht gut. Was bist du gestorben, für uns. Ich habe dir nichts Schlechtes getan.» Das Fräulein richtet sich manchmal hoch, schneuzt sich, wischt sich die Augen, legt sich wieder. […] Männer mit Gebetbüchern stehen da und da, hinter den Grabsteinen. Und aus der ganzen Wiese, auch da, wo ich keine Menschen sehe, kommt Singen, Schreien, Ächzen, Stöhnen. Wie einzeln aufsteigende Rauchfäden, die eine dichte Wolke werden. Ab und zu hebt sich aus dem Grün etwas, ein Rücken, Kopf, Gesicht. Immer Frauen, Mädchen, in Tüchern, Federhüten, unter den alten beblümten Perücken. Sie liegen auf den Gräbern, weinen, schreien, klagen sich an, beklagen sich, rufen, besänftigen die Toten. In einem einfachen Schmerzens- und Klageton rufen viele. […]
Von einer Stelle kommt eine Frauenstimme wie scheltend in Absätzen. Eine alte runzlige Frau kniet und liegt da ; sie schreit laut, bellend, immer mit kurzen Pausen. Sie hält den Grabstein mit beiden Armen umfaßt. Eine Gruppe Männer im Kreis an einem Grab; sie schaukeln sich mit ihren Büchern; einer liest lautschallend vor. […]
Wie ich aus dem Meer des Murrens, Klagens, des Frauengeschreies mich ziehe und zum Ausgang dränge – es ist gegen elf Uhr vormittags -, hat sich in der Hauptallee die ganze Bettlerschaft der Stadt versammelt, dazu die jugendlichen Vertreter der jüdischen Hilfsorganisationen. Heute gibt man, als wenn man sich loskaufen wollte von Strafen für das Böse, das man einmal den Toten getan hat, und für alle Sünden des verflossenen Jahres. Der Tag der Toten und der Armen. Bettler, Blinde und Taube liegen nun in Scharen vor den Gräberreihen. Stehen in der Mitte der Alleen, zerteilen den Menschenstrom. Schieben sich zwischen die Menschen. Rufen, klagen, fassen an, halten die Vorübergehenden bei der Hand, sind unerbittlich – wie die Selbstvorwürfe dieser Menschen. Da sind Stumme, die lallen und die Hände ausstrecken. Da schnattert einer eine mächtige Litanei. Überall ruft es: «Jüdische Leute, Rachmones!» – «Jüdische Kinder, gebt’s.» Gräßlich, gräßlich zerlumpte Frauen tragen Kinder in Umschlagtüchern; gelbe alte Jüdinnen stehen in ihren harten Perücken. Ein großer Menschenkreis hat sich um ein Marmorgrab gebildet: ein junger Mann liegt davor, bläst Schaum. Seine Arme und Beine zucken rhythmisch, die Hände folgen schlaff. Neben sich hat er seine Mütze liegen. Auf dem Hinweg habe ich schon einen Blick auf ihn geworfen; jetzt liegt er noch da. Seine Mütze ist gefüllt mit Scheinen; immer fliegt unter Mitleidsworten Geld zu ihm herunter. Der dicke Schaum bewegt sich mit der Atmung: es ist Seifenschaum, der Mann ist ein Professioneller, ein Schwindler.
Mascha Kaléko – Verse für Zeitgenossen. Schoenhof Verlag. Cambridge, 1945.

Wir enden mit einem kleinen, (un)bekannten Gedicht von Mascha Kaléko. Bekannt, weil es in ihrem geliebten Gedichtband „Verse für Zeitgenossen“ unter dem Titel „Gebet“ veröffentlicht worden war. Unbekannt, weil eine andere unbekannte Version davon bereits sechs Jahre zuvor in der Exilzeitschrift Aufbau unter dem Titel „Jom Kippur“ veröffentlicht wurde.


Mascha Kaléko (gebürtig Golda Malka Aufen), geboren am 7. Juni 1907 in Chrzanów, Galizien, Österreich-Ungarn, ist eine der bekanntesten und beliebtesten jüdischen Dichterinnen deutscher Sprache. Als assimilierte Jüdin und wie Joseph Roth und Alfred Döblin zum Exil gezwungen, hat ihre jüdische Herkunft eine grosse Rolle in ihrer Dichtung gespielt.


Das Gedicht „Jom Kippur“, das am 15. September 1939 auf der Titelseite von Aufbau veröffentlicht wurde, ist fast identisch mit dem 1945 veröffentlichten Gedicht „Gebet“. Abgesehen vom anderen Titel ist jedoch die zweite Strophe des Originalgedichts die Schlussstrophe des späteren Gedichts. Die Schlussstrophe des Originalgedichts wurde entfernt und eine neue Strophe als zweite Strophe des neuen Gedichts hinzugefügt.
Über den Grund der Änderungen in Namen und Inhalt des Gedichts können sich die Lesenden ihre eigenen Gedanken machen.

Oded Fluss. Zürich, 29.9.2022

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4 Kommentare zu „Jom Kippur durch die Augen der Assimilierten.

  1. Hervorragend! Danke! Gutes und wichtges Lehrmaterial fuer juedische Schulklaasen sowie nicht juedische und juedische Studierende juedischen Selbstverstaendnisses

  2. Lieber Oded
    Dein Beitrag ist äusserst wertvoll und lehrreich!
    Danke dafür, dass du für uns neue Perspektiven eröffnest!

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